| Für wen | Beihilfesatz Bremen | Fundstelle |
|---|---|---|
| Beamte im aktiven Dienst, auch Anwärter | 50 % | § 80 Abs. 4 Nr. 1 BremBG |
| Aktive Beamte mit zwei oder mehr Kindern | 70 % | § 80 Abs. 4 Nr. 1 BremBG |
| Versorgungsempfänger ohne Angehörige | 60 % | § 80 Abs. 4 Nr. 2 BremBG |
| Versorgungsempfänger mit einem bis vier Angehörigen | 65 bis 80 % | § 80 Abs. 4 Nr. 2 BremBG |
| Ehe- und Lebenspartner eines aktiven Beamten | 70 % | § 80 Abs. 4 Nr. 3 BremBG |
| Berücksichtigungsfähige Kinder und Waisen | 80 % | § 80 Abs. 4 Nr. 6 BremBG |
Wie Beihilfe und private Restkostenversicherung grundsätzlich zusammenspielen, steht in Beihilfe für Beamte: so zahlt die Beihilfe. Hier geht es um das, was im Land Bremen gilt, und darum, was das für Deine Absicherung heißt.
Beihilfeverordnung Bremen: Gesetz und Verordnung
Das Bremer Beihilferecht steht an zwei Stellen. Die Grundregeln, also wer Beihilfe bekommt, wie hoch die Sätze sind, was ausgeschlossen ist, wie hoch der Selbstbehalt ist und wie die Pauschale funktioniert, stehen im Bremischen Beamtengesetz selbst, in § 80 BremBG. Diese Vorschrift gilt in ihrer heutigen Fassung seit dem 1. Juli 2025. Die Einzelheiten regelt die Bremische Beihilfeverordnung (BremBVO) von 2020, zuletzt geändert im September 2023. In ihr stehen die Höchstbeträge, die Regeln für Zahnersatz und Brille und das Verfahren.
Beihilfe bekommst Du, solange Du Dienst- oder Anwärterbezüge erhältst (§ 80 Abs. 1 BremBG). Auch Referendare und andere Anwärter sind also von Anfang an dabei. Zuständig ist in der Regel Performa Nord: Dort werden die Anträge nach der Bremischen Beihilfeverordnung festgesetzt und ausgezahlt, auch über eine Beihilfe-App.
Die Beihilfesätze in Bremen im Einzelnen
Zwei Kinder heben Deinen Satz. Sind zwei oder mehr Kinder berücksichtigungsfähig, steigt Dein eigener Satz von 50 auf 70 Prozent. Berücksichtigungsfähig ist ein Kind, solange es bei Dir im Familienzuschlag steht (§ 80 Abs. 2 BremBG, § 1b Abs. 2 BremBVO). Fällt das zweite Kind dort heraus, etwa nach der Ausbildung, sinkt Dein Satz wieder auf 50 Prozent.
Elternzeit. Im Bund steigt der Satz in der Elternzeit auf 70 Prozent (§ 46 Abs. 3 BBhV). Eine solche Regel enthalten weder § 80 BremBG noch die BremBVO. Mit dem ersten Kind bleibt es in Bremen also bei 50 Prozent, und an Deinem Restkostentarif musst Du nichts ändern.
Beihilfe in Bremen für Pensionäre: 60 bis 80 Prozent
Hier weicht Bremen am deutlichsten vom Bund und von den meisten Ländern ab. Dort bekommen Versorgungsempfänger in der Regel 70 Prozent. In Bremen hängt der Satz im Ruhestand davon ab, wie viele Angehörige bei Dir berücksichtigungsfähig sind (§ 80 Abs. 4 Nr. 2 und 4 BremBG):
| Berücksichtigungsfähige Angehörige | Satz für Dich | Satz für Deinen Ehepartner |
|---|---|---|
| keine | 60 % | – |
| einer (etwa der Ehepartner) | 65 % | 65 % |
| zwei (etwa Ehepartner und ein Kind) | 70 % | 70 % |
| drei | 75 % | 75 % |
| vier oder mehr | 80 % | 80 % |
Als Angehörige zählen Dein Ehe- oder Lebenspartner, wenn er die Einkommensgrenze einhält, und Deine Kinder im Familienzuschlag. Der Satz des Partners richtet sich nach der Zahl der Kinder neben Dir: 65 Prozent ohne Kind, 70 mit einem, 75 mit zwei, 80 ab drei.
Was das für Deinen Tarif heißt. Gehst Du allein in den Ruhestand, sinkt Dein Restkostenanteil von 50 auf 40 Prozent, nicht auf 30 wie in vielen anderen Ländern. Mit Partner und ohne Kinder im Familienzuschlag sind es 35 Prozent für jeden von Euch. Fällt im Ruhestand ein Angehöriger weg, sinkt Dein Satz, und Dein Tarif muss nachziehen. Das geht ohne neue Gesundheitsprüfung, wenn Du die Aufstockung binnen sechs Monaten beantragst (§ 199 Abs. 2 VVG). Am einfachsten legst Du Dir den Termin gleich in den Kalender, wenn Du von der Änderung erfährst.
Ehepartner und Kinder: 70 und 80 Prozent, Grenze 12.000 Euro
Dein Ehe- oder eingetragener Lebenspartner bekommt Beihilfe, wenn er nicht selbst beihilfeberechtigt ist und seine Einkünfte im Kalenderjahr vor dem Antrag 12.000 Euro nicht übersteigen (§ 80 Abs. 2 BremBG). Gemeint ist der Gesamtbetrag der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes, nicht das Bruttogehalt. Die Grenze ist deutlich niedriger als im Bund, wo 2026 22.648 Euro gelten, und sie wird in Bremen nicht dynamisiert, sondern steht als fester Betrag im Gesetz.
Ein Tipp, wenn das Einkommen sinkt. Hat Dein Partner im laufenden Jahr weniger verdient als im Vorjahr, etwa wegen Elternzeit oder Arbeitslosigkeit, rechnet Performa Nord die Beihilfe auf Antrag mit den niedrigeren Einkünften neu. Der Antrag muss spätestens drei Monate nach Ende des Jahres eingehen (§ 80 Abs. 2 BremBG, § 1b Abs. 3 BremBVO). Am einfachsten stellst Du ihn gleich im Januar.
Liegt Dein Partner dauerhaft über der Grenze, braucht er eigenen vollen Schutz. Kinder bekommen 80 Prozent, solange sie im Familienzuschlag stehen. Für sie genügt ein Restkostentarif über 20 Prozent.
Chefarzt, Zweibettzimmer, Heilpraktiker: zahlt Bremen nicht
Wahlleistungen bei stationärer Behandlung im Krankenhaus sind nicht beihilfefähig, und Leistungen für heilpraktische Behandlungen ebenso wenig (§ 80 Abs. 3 Satz 2 BremBG). Die BremBVO erkennt im Krankenhaus nur die allgemeinen Krankenhausleistungen an, und zwar höchstens bis zu dem Betrag, der in einem städtischen Krankenhaus in Bremen oder Bremerhaven beihilfefähig wäre (§ 4 Abs. 1 Nr. 2 BremBVO). Anders als in Hessen oder Rheinland-Pfalz kannst Du die Wahlleistungen auch nicht gegen einen Monatsbetrag zurückholen.
Willst Du im Krankenhaus Chefarzt und Zweibettzimmer, muss Dein Tarif diese Leistungen zu 100 Prozent tragen, nicht nur zu 50. Für Deinen Partner und Deine Kinder gilt dasselbe.
In Rheinland-Pfalz kosten die Wahlleistungen 26 Euro im Monat, mehr dazu unter Beihilfe in Rheinland-Pfalz.
48 Euro Selbstbehalt im Jahr
Jedes Jahr mindert Performa Nord Deine beihilfefähigen Aufwendungen um 48 Euro (§ 80 Abs. 6 BremBG, § 12a BremBVO). Der Betrag ist für alle gleich, egal ob A 10 oder B 6.
Wann er ganz entfällt (§ 12a Abs. 2 BremBVO):
- für Beamte der Besoldungsgruppen A 5 bis A 9 mit Dienstbezügen,
- für Versorgungsempfänger, deren Versorgung sich aus A 5 bis A 9 berechnet,
- für Anwärter, deren Einstiegsamt in A 6 bis A 9 liegt,
- für die berücksichtigungsfähigen Angehörigen dieser Personen,
- für Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse und für Heilfürsorgeberechtigte,
- bei Aufwendungen für dauernde Pflege.
Anwärter für ein Einstiegsamt ab A 10, etwa im Lehramt, zahlen den Selbstbehalt also schon im Vorbereitungsdienst. Bei 48 Euro im Jahr lohnt es sich nicht, dafür einen eigenen Baustein zu versichern.
Was die Beihilfe in Bremen sonst zahlt und wo sie kürzt
Ärztliche und zahnärztliche Rechnungen erkennt die Beihilfe an, wenn sie notwendig und angemessen sind. Angemessen ist eine Gebühr grundsätzlich bis zum Schwellenwert der Gebührenordnung, darüber nur mit begründeten besonderen Umständen (§ 3 Abs. 2 BremBVO). Die wichtigsten Grenzen:
| Leistung | Regel in Bremen | Fundstelle |
|---|---|---|
| Chefarzt, Zweibettzimmer | nicht beihilfefähig | § 80 Abs. 3 BremBG |
| Heilpraktiker | nicht beihilfefähig | § 80 Abs. 3 BremBG |
| Zahntechnik, Material und Labor | zu 60 % beihilfefähig | Anlage 2 Nr. 1 BremBVO |
| Kronen, Prothesen, Implantate | erst nach einem Jahr im öffentlichen Dienst | § 7 BremBVO |
| Implantate | in der Regel zwei je Kiefer, höchstens vier | Anlage 2 Nr. 4 BremBVO |
| Kieferorthopädie | nur bei Beginn vor 18, mit Heil- und Kostenplan | Anlage 2 Nr. 2 BremBVO |
| Brille für Erwachsene | nur bei starker Fehlsichtigkeit oder Sehbehinderung | Anlage 4 Nr. 12 BremBVO |
| Selbstbehalt | 48 € im Jahr, nicht A 5 bis A 9 | § 80 Abs. 6 BremBG |
Zahnersatz: 40 Prozent vom Labor fallen heraus
Bei Inlays, Kronen, Brücken, Prothesen und Implantaten zählen die zahntechnischen Leistungen samt Edelmetall und Keramik nur zu 60 Prozent (Anlage 2 Nr. 1 BremBVO). Bei 50 Prozent Beihilfe bekommst Du also 30 Prozent der Laborrechnung erstattet. Bei Implantaten zählt die Beihilfe in der Regel höchstens zwei je Kiefer, mehr nur bei Einzelzahnlücken mit intakten Nachbarzähnen oder zur Befestigung einer Vollprothese, und mehr als vier je Kiefer nie (Anlage 2 Nr. 4). Reich vor einer großen Behandlung den Heil- und Kostenplan ein.
Neu im Dienst: ein Jahr Wartezeit beim Zahnersatz
Inlays, Kronen, Prothesen, Aufbissbehelfe, Funktionsanalysen und Implantate erkennt die Beihilfe nur an, wenn Du bei Beginn der Behandlung mindestens ein Jahr ohne Unterbrechung oder insgesamt zehn Jahre im öffentlichen Dienst bist (§ 7 BremBVO). Wechselst Du nach der zweiten Staatsprüfung innerhalb von drei Monaten wieder in den öffentlichen Dienst, zählt das nicht als Unterbrechung. Lass größere Arbeiten deshalb vor dem Vorbereitungsdienst machen oder plane sie für das zweite Jahr. Was Du für die Zeit davor brauchst, steht unter Krankenversicherung im Referendariat.
Brille: für Erwachsene nur in Ausnahmefällen
Für Sehhilfen zahlt die Beihilfe in Bremen bis zum 18. Geburtstag. Erwachsene bekommen sie nur bei Blindheit oder schwerer Sehbehinderung, bei großen Gesichtsfeldausfällen oder bei einer Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit von mehr als 6 Dioptrien beziehungsweise einer Hornhautverkrümmung von mehr als 4 Dioptrien (Anlage 4 Nr. 12.1 BremBVO). Die erste Brille braucht eine augenärztliche Verordnung. Wer als Erwachsener mit normaler Fehlsichtigkeit eine Brille erstattet haben will, braucht dafür einen privaten Baustein.
Antrag: ein Jahr Frist und 200 Euro Antragsgrenze
Du hast ein Jahr Zeit, gerechnet ab dem Entstehen der Kosten, spätestens ein Jahr nach der ersten Rechnung (§ 13 Abs. 2 BremBVO). Im Bund sind es drei Jahre. Bist Du privat versichert, muss ein Antrag außerdem mehr als 200 Euro umfassen. Kommst Du in sechs Monaten nicht auf diesen Betrag, darfst Du auch weniger einreichen (§ 13 Abs. 3 BremBVO). Am einfachsten sammelst Du Rechnungen und reichst sie spätestens alle sechs Monate gesammelt ein.
Pauschale Beihilfe in Bremen: Zuschuss statt Beihilfe
Bremen gehört zu den Ländern, die statt der Beihilfe eine Pauschale zum Beitrag zahlen. Seit 2020 gibt es sie für alle Beamten, für Anwärter schon seit Juni 2019 (§ 80 Abs. 7 BremBG). Die Regeln:
- Die Pauschale beträgt die Hälfte Deines Krankenversicherungsbeitrags. Bist Du privat versichert, höchstens die Hälfte des Beitrags im Basistarif.
- Du verzichtest im Gegenzug auf jede ergänzende Beihilfe. Pflegeleistungen sind nicht Teil der Pauschale.
- Antrag und Verzicht sind unwiderruflich und brauchen die Schriftform.
- Gezahlt wird ab dem Ersten des Monats, der auf den Antrag folgt, also nur für die Zukunft.
Für wen sie sich eignet. Die Pauschale lohnt sich vor allem für Beamte, die ohnehin in der gesetzlichen Kasse sind: bei Vorerkrankungen, die eine private Aufnahme schwer machen, oder mit mehreren Kindern und einem Partner ohne eigenes Einkommen, die in der Kasse beitragsfrei mitversichert sind. Für junge, gesunde Beamte ohne Kinder ist die klassische Beihilfe mit privatem Restkostentarif fast immer der günstigere Weg. Weil die Wahl unwiderruflich ist und auch den Ruhestand betrifft, solltest Du beide Wege vorher durchrechnen. Wie die Länder die Pauschale regeln, steht unter Pauschale Beihilfe: welche Länder sie zahlen, das Hamburger Original unter Beihilfe in Hamburg.
Wer in der Kasse bleibt und keine Pauschale wählt, bekommt Beihilfe nur zu dem, was nach der Kassenleistung übrig bleibt, dafür dann zu 100 Prozent (§ 12 Abs. 4 BremBVO). Den vollen Kassenbeitrag zahlst Du in diesem Fall allein.
Welche Absicherung zur Beihilfe in Bremen passt
Beihilfekonform heißt ein Tarif, wenn er zusammen mit Deinem Beihilfesatz 100 Prozent ergibt. In Bremen sind das 50 Prozent im aktiven Dienst, 30 ab zwei Kindern, 30 für den Partner und 20 für Kinder. Im Ruhestand sind es 40 Prozent allein und 35 mit Partner. Dazu kommt die anteilige Pflegeversicherung, die Pflicht ist (§ 23 Abs. 3 SGB XI).
Für Bremen gehören zwei Dinge zusätzlich auf die Liste, weil die Beihilfe sie gar nicht trägt: Wahlleistungen im Krankenhaus zu 100 Prozent, wenn Du Chefarzt und Zweibettzimmer willst, und, wenn Dir das wichtig ist, der Heilpraktiker. Bei normaler Fehlsichtigkeit kommt die Brille dazu. Wie ein Beihilfeergänzungstarif solche Lücken schließt und wo er an Grenzen stößt, steht unter Beihilfeergänzungstarif: was er zahlt, was nicht.
Ändert sich Dein Satz, passt Du Deinen Tarif an. Beihilfe und Versicherung zusammen dürfen nicht mehr erstatten, als die Rechnung kostet (§ 80 Abs. 5 BremBG, § 200 VVG). Sinkt ein Satz, etwa weil ein Kind aus dem Familienzuschlag fällt, kannst Du binnen sechs Monaten ohne neue Gesundheitsprüfung aufstocken (§ 199 Abs. 2 VVG).
Vor dem Vertrag steht eine Gesundheitsprüfung. Vorerkrankungen können zu einem Zuschlag, einem Leistungsausschluss oder im Einzelfall zur Ablehnung führen. Nach den Musterbedingungen gilt eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten und eine besondere von acht Monaten, unter anderem für Entbindung, Psychotherapie und Zahnersatz (§ 3 MB/KK 2009); einzelne Tarife verkürzen sie.
Für Beamtenanfänger mit Vorerkrankungen gibt es die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer. Wer innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung einen Antrag stellt, wird bei den teilnehmenden Versicherern nicht aus Risikogründen abgelehnt, bekommt keine Leistungsausschlüsse und höchstens 30 Prozent Zuschlag. Nicht jeder Versicherer nimmt teil, auch der nicht, den ich vermittle. Für Beihilfeergänzungstarife gelten die Erleichterungen nicht.
Ich vermittle ausschließlich die HanseMerkur, für Beamte die Linien Be Fit Smart und Be Fit Best. Was sie leisten und kosten, steht unter private Krankenversicherung für Beamte. Für den Vorbereitungsdienst gibt es HanseMerkur für Beamtenanwärter und Referendare.
Drei Annahmen, die in Bremen nicht stimmen
„Im Ruhestand zahlt die Beihilfe 70 Prozent.“ Das stimmt im Bund und in den meisten Ländern, in Bremen nicht. Allein bekommst Du 60 Prozent, mit Partner 65. Wer seinen Tarif beim Eintritt in den Ruhestand nach der Faustregel auf 30 Prozent senkt, ist danach unterversichert. Richtig sind 40 Prozent allein und 35 mit Partner, und mit jedem Angehörigen, der wegfällt, steigt der Anteil wieder.
„Mein Partner verdient wenig, also ist er über mich abgesichert.“ Die Grenze liegt in Bremen bei 12.000 Euro im Vorjahr, gerechnet als Gesamtbetrag der Einkünfte. Schon eine Teilzeitstelle kann darüber liegen. Dann bekommt Dein Partner keine Beihilfe, und auch die Pauschale berücksichtigt seinen Beitrag nicht. Prüf die Grenze jedes Jahr neu, wenn sich sein Einkommen ändert.
„Die Pauschale kann ich später wieder abwählen.“ Kannst Du nicht. Antrag und Verzicht sind unwiderruflich (§ 80 Abs. 7 BremBG). Wer mit 28 die Pauschale wählt, weil die Kasse mit zwei kleinen Kindern günstig ist, bekommt auch als Pensionär keine Beihilfe mehr zu den Rechnungen. Diese Entscheidung gehört deshalb vor die Unterschrift durchgerechnet, mit dem Ruhestand im Blick.
Was Beamte in Bremen und Bremerhaven zur Beihilfe fragen
Wie viel Prozent Beihilfe bekomme ich in Bremen?
50 Prozent als aktiver Beamter und als Anwärter, 70 Prozent ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern. Ehepartner bekommen 70, Kinder 80 Prozent. Im Ruhestand sind es 60 bis 80 Prozent, je nach Zahl der Angehörigen (§ 80 Abs. 4 BremBG).
Wie hoch ist der Selbstbehalt bei der Beihilfe in Bremen?
48 Euro je Kalenderjahr. Er entfällt für die Besoldungsgruppen A 5 bis A 9, für Anwärter mit Einstiegsamt A 6 bis A 9 und für Kassenmitglieder (§ 80 Abs. 6 BremBG, § 12a BremBVO).
Zahlt die Beihilfe in Bremen den Chefarzt?
Nein. Wahlleistungen im Krankenhaus und Heilpraktiker sind nicht beihilfefähig (§ 80 Abs. 3 BremBG). Chefarzt und Zweibettzimmer musst Du vollständig privat absichern.
Wie viel darf mein Ehepartner verdienen?
Seine Einkünfte im Kalenderjahr vor dem Antrag dürfen 12.000 Euro nicht übersteigen. Sinkt sein Einkommen im laufenden Jahr, wird auf Antrag neu gerechnet (§ 80 Abs. 2 BremBG).
Zahlt die Beihilfe in Bremen die Brille?
Bis 18 ja, für Erwachsene nur bei mehr als 6 Dioptrien Kurz- oder Weitsichtigkeit, mehr als 4 Dioptrien Hornhautverkrümmung oder schwerer Sehbehinderung, jeweils mit Höchstbeträgen je Glas (Anlage 4 Nr. 12 BremBVO).
Wie lange habe ich Zeit für den Beihilfeantrag?
Ein Jahr ab dem Entstehen der Kosten, spätestens ein Jahr nach der ersten Rechnung. Privat Versicherte reichen erst ab 200 Euro ein, außer nach sechs Monaten (§ 13 Abs. 2 und 3 BremBVO).
Quellen und Fundstellen
2 Fundstellen
- Bremisches Beamtengesetz (BremBG) vom 22. Dezember 2009, Gesamtausgabe gültig ab 01.07.2026, zuletzt geändert durch Gesetz vom 26.05.2026 (Brem.GBl. S. 407): § 80 in der Fassung ab 01.07.2025, abgerufen 06.11.2026
- Bremische Beihilfeverordnung (BremBVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. März 2020, zuletzt geändert durch Verordnung vom
- September 2023 (Brem.GBl. S. 508): §§ 1b, 2, 3, 4, 7, 12, 12a, 12b, 13, Anlage 2 und Anlage 4, abgerufen 06.11.2026
- Performa Nord: Beihilfe, abgerufen 06.11.2026
- Bundesbeihilfeverordnung (BBhV): § 6, § 46 und § 54, für die Regeln des Bundes
- § 199 VVG: Beihilfeempfänger, und § 200 VVG: Bereicherungsverbot
- § 23 SGB XI: Pflegeversicherung für Beihilfeberechtigte
- PKV-Verband: Erleichterte Aufnahme in die Private Krankenversicherung für Beamte, Stand Januar 2026
- Musterbedingungen 2009 für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009), § 3 Wartezeiten
Ediz Catmaz
Zertifizierter PKV-Experte
Ich berate zur privaten Krankenversicherung und vermittle ausschließlich die private Krankenversicherung der HanseMerkur. Was ich schreibe, kannst Du nachprüfen – die Fundstelle steht immer daneben.
Mehr über michEdiz Catmaz ist gebundener Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 7 GewO und vermittelt ausschließlich Produkte der HanseMerkur. Registernummer D-OAII-V220V-47.
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