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Beihilfe in Hessen: wie viel das Land zahlt und was die 18,90 Euro bringen

Ediz Catmaz Ediz Catmaz ·Stand 26.10.2026 ·13 Min. Lesezeit Beamte

In Hessen bekommst Du als lediger Beamter 50 Prozent Beihilfe, verheiratet 55 Prozent, und jedes berücksichtigungsfähige Kind hebt den Satz um 5 Punkte, höchstens auf 70 Prozent. Anwärter bekommen 70 Prozent. Anders als im Bund gilt dieser eine Satz für die ganze Familie (§ 15 Abs. 1 HBeihVO). Im Krankenhaus steigt er um 15 Punkte, höchstens auf 85 Prozent. Chefarzt und Zweibettzimmer zahlt die hessische Beihilfe nur, wenn Du das innerhalb von drei Monaten erklärst und dafür 18,90 Euro im Monat zahlst (§ 6a HBeihVO). Eine pauschale Beihilfe gibt es in Hessen nicht.

Zwei Erwachsene und ein Kind sitzen von hinten gesehen auf einer Holzbank an einem ruhigen Fluss, gegenüber ein Hügel mit herbstlichem Laubwald und Fachwerkhäusern
Für wenBeihilfesatz HessenFundstelle
Ledige Beamte50 %§ 15 Abs. 1 Satz 1 HBeihVO
Verheiratete Beamte (Partner ohne eigene Beihilfe, Einkommen unter der Grenze)55 %§ 15 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Nr. 1 HBeihVO
Je berücksichtigungsfähigem Kindplus 5 Punkte, höchstens 70 %§ 15 Abs. 1 Satz 4 HBeihVO
Anwärter und ihre Angehörigen70 %§ 15 Abs. 1 Satz 3 HBeihVO
Versorgungsempfängerplus 10 Punkte§ 15 Abs. 4 HBeihVO
Stationär im Krankenhausplus 15 Punkte, höchstens 85 %§ 15 Abs. 6 HBeihVO

Wie Beihilfe und private Restkostenversicherung grundsätzlich zusammenspielen, erklärt Beihilfe für Beamte: so zahlt die Beihilfe. Hier geht es um das, was Hessen anders macht als fast alle anderen Dienstherren.

Was die Hessische Beihilfenverordnung regelt

Die Rechtsgrundlage steht an zwei Stellen. § 80 des Hessischen Beamtengesetzes (HBG) legt fest, wer Anspruch auf Beihilfe hat, wer als Angehöriger zählt und dass sich die Beihilfe nach einem Prozentsatz bemisst. Die Hessische Beihilfenverordnung (HBeihVO), im Alltag oft Hessische Beihilfeverordnung genannt, füllt das aus: welche Kosten beihilfefähig sind, welche Höchstbeträge gelten, wie hoch der Satz ist und wie der Antrag läuft.

Die HBeihVO gilt in der Fassung vom 5. Dezember 2001. Zuletzt geändert wurde sie durch Artikel 12 der Verordnung vom 20. November 2024. Die meisten Paragrafen, die für Deine Absicherung zählen, gelten in ihrer heutigen Form seit 2021 oder 2023: die Bemessung in § 15 und das Verfahren in § 17 seit dem 1. Juli 2023, die Wahlleistungen in § 6a und die Anlage zum Zahnersatz seit dem 24. November 2021.

Beihilfeberechtigt bist Du, solange Du Dienstbezüge, Anwärterbezüge oder Versorgungsbezüge erhältst. Eine Unterbrechung bis zu einem Monat schadet nicht (§ 80 Abs. 1 HBG). In der Elternzeit und bei familienbedingter Beurlaubung bis zu drei Jahren je Kind bleibt der Anspruch bestehen (§ 80 Abs. 2 HBG).

Ein Satz für die ganze Familie

Das ist der wichtigste Unterschied zum Bund und zu den meisten Ländern. Dort bekommt jedes Familienmitglied seinen eigenen Satz: der Beamte 50, der Ehepartner 70, die Kinder 80 Prozent. Hessen rechnet anders. Der Satz hängt am Familienstand des Beamten und gilt dann für alle Rechnungen der Familie gleich, für Deine, die Deines Partners und die Deiner Kinder (§ 15 Abs. 1 HBeihVO).

So setzt sich der Satz zusammen:

  • 50 Prozent als Grundsatz für Alleinstehende.
  • 55 Prozent, wenn Du verheiratet bist oder in eingetragener Lebenspartnerschaft lebst und Dein Partner weder selbst beihilfeberechtigt ist noch über der Einkommensgrenze liegt (§ 15 Abs. 2 Nr. 1 HBeihVO).
  • Plus 5 Punkte je Kind, das bei Dir im Familienzuschlag steht, höchstens bis 70 Prozent. Sind beide Eltern Beamte, erhöht sich der Satz nur bei dem, der den Familienzuschlag für das Kind bekommt (§ 15 Abs. 1 Satz 5 HBeihVO).

Maßgeblich sind die Verhältnisse am Tag, an dem Du den Antrag stellst (§ 15 Abs. 1 Satz 9 HBeihVO). Kommt ein Kind dazu, gilt der höhere Satz ab dem nächsten Antrag.

Rechenbeispiel: verheiratet, zwei Kinder

Du bist verheiratet, Dein Partner hat kein eigenes Einkommen, Ihr habt zwei Kinder. Dein Satz ist 55 plus zweimal 5, also 65 Prozent. Er gilt für alle vier. Die Restkosten liegen damit bei 35 Prozent je Person.

Im Bund hättest Du in derselben Lage 70 Prozent für Dich, 70 für Deinen Partner und 80 für die Kinder (§ 46 BBhV). Für Dich selbst ist Hessen also 5 Punkte weniger, für die Kinder sogar 15 Punkte weniger. Bei Ledigen ohne Kinder liegen beide gleich bei 50 Prozent.

Familienversicherte Kinder zählen mit

Sind Deine Kinder beim Partner in der gesetzlichen Kasse familienversichert, heben sie Deinen Satz trotzdem um je 5 Punkte (§ 15 Abs. 2 Nr. 2 HBeihVO). Das gilt nicht für Angehörige, die selbst pflichtversichert sind, etwa wegen einer eigenen Beschäftigung oder Ausbildung, oder die einen Arbeitgeberzuschuss nach § 257 SGB V bekommen.

Ehepartner: die Grenze ist der doppelte Grundfreibetrag

Die Krankheitskosten Deines Partners sind nur beihilfefähig, wenn der Gesamtbetrag seiner Einkünfte im zweiten Kalenderjahr vor dem Antrag das Zweifache des Grundfreibetrags nach § 32a EStG nicht übersteigt (§ 80 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 HBG). Für einen Antrag im Jahr 2026 zählt also das Einkommen aus 2024. Nachgewiesen wird es mit dem Steuerbescheid.

Liegt Dein Partner darüber, bekommt er für seine Krankheitskosten keine Beihilfe und braucht eigenen vollen Schutz. Die 5 Punkte für die Ehe entfallen dann ebenfalls (§ 15 Abs. 2 Nr. 1 HBeihVO). Ist Dein Partner selbst Beamter, rechnet jeder von Euch mit seiner eigenen Beihilfe.

Wahlleistungen gegen 18,90 Euro im Monat

Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer sind in Hessen beihilfefähig, aber nur auf Erklärung und gegen Beitrag (§ 6a HBeihVO):

  1. Erklärung in drei Monaten. Du musst der Festsetzungsstelle schriftlich und auf ihrem Formblatt erklären, dass Du die Beihilfe zu Wahlleistungen willst. Die Ausschlussfrist beträgt drei Monate ab Begründung des Beamtenverhältnisses, ab Umwandlung in ein Beamtenverhältnis anderer Art oder ab Versetzung nach Hessen. Für Hinterbliebene sind es sechs Monate.
  2. 18,90 Euro im Monat. Der Betrag wird von Deinen Bezügen einbehalten, auch bei Teilzeit in voller Höhe. In der Elternzeit, in der Pflegezeit und bei bestimmten Beurlaubungen ruht die Zahlung.
  3. Jederzeit kündbar. Die Erklärung lässt sich ohne Begründung zum nächsten Monatsersten widerrufen. Zurück kommst Du dann erst mit dem nächsten Anlass, der eine neue Frist auslöst.
  4. Vertrag vor der Leistung. Die Wahlleistungsvereinbarung mit dem Krankenhaus muss vor der Behandlung schriftlich geschlossen sein (§ 6a Abs. 4 HBeihVO).

Beim Zweibettzimmer zieht die Beihilfe zusätzlich 16 Euro je Tag von den Kosten ab (§ 6 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. b HBeihVO).

Lohnt sich das?

18,90 Euro im Monat sind 226,80 Euro im Jahr. Dafür trägt die Beihilfe bei einem stationären Aufenthalt ihren erhöhten Satz auch auf Chefarzt und Zweibettzimmer, als lediger Beamter also 65 Prozent. Erklärst Du nichts, zahlt sie für Wahlleistungen keinen Cent, und Dein privater Tarif müsste sie zu 100 Prozent tragen, wenn Du sie haben willst.

Was günstiger ist, hängt am Beitrag für einen Wahlleistungsbaustein zu 100 Prozent. Das lässt sich ausrechnen, am besten, bevor die drei Monate um sind.

Was die hessische Beihilfe nicht oder nur gekürzt zahlt

Ärztliche und zahnärztliche Rechnungen sind angemessen bis zum Schwellenwert von GOÄ und GOZ, darüber nur mit besonderer Begründung (§ 5 Abs. 1 HBeihVO). Daneben gilt:

LeistungRegel in HessenFundstelle
Arzneimittel4,50 Euro Abzug je Mittel, nicht unter 18§ 6 Abs. 1 Nr. 2 HBeihVO
Fahrtkostennur über 10 Euro je einfache Fahrt, nicht mit dem Auto am Wohnort§ 6 Abs. 1 Nr. 9 HBeihVO
Zahntechnik, Edelmetalle, Keramikzu 50 % beihilfefähigAnlage 2 Nr. 1 HBeihVO
Implantate ohne besondere Indikationzwei je KieferhälfteAnlage 2 Nr. 3 HBeihVO
Kieferorthopädienur bei Beginn vor dem 18. Geburtstag, mit Heil- und KostenplanAnlage 2 Nr. 2 HBeihVO
Brillennur Gläser bis zu Höchstbeträgen, keine FassungAnlage 3 Nr. 11 HBeihVO
Heilpraktikerbis zu den Höchstbeträgen der Anlage 4§ 5 Abs. 1, Anlage 4 HBeihVO

Arzneimittel und Fahrtkosten

Für jedes verordnete Arznei- und Verbandmittel zieht die Beihilfe 4,50 Euro ab, höchstens die Kosten des Mittels. Frei sind Kinder und Jugendliche unter 18, Schwangere bei Beschwerden und Entbindung und Pensionäre mit Versorgungsbezügen bis 1.125 Euro im Monat. Erkältungsmittel, Abführmittel und Mittel gegen Reisekrankheit zahlt die Beihilfe ab 18 nicht.

Fahrten zum Arzt, ins Krankenhaus oder zur Krankengymnastik sind nur beihilfefähig, soweit sie 10 Euro je einfache Fahrt übersteigen. Fahrten mit dem eigenen Auto oder mit Bus und Bahn innerhalb Deines Wohnorts zählen gar nicht.

Zahnersatz: die Hälfte der Laborkosten fällt heraus

Bei Kronen, Brücken und Prothesen erkennt die Beihilfe Zahntechnik, Edelmetalle und Keramik nur zu 50 Prozent an (Anlage 2 Nr. 1 HBeihVO). Bei 2.000 Euro Laborkosten bleiben also 1.000 Euro ganz außen vor. Großzügig ist Hessen bei Implantaten: Ohne besondere Indikation sind zwei je Kieferhälfte beihilfefähig, also bis zu acht. Eine Zahnersatzsperre für Anwärter kennt die HBeihVO nicht.

Für die Lücke beim Zahnersatz gibt es Beihilfeergänzungstarife. Was sie zahlen und wo ihre Grenzen liegen, steht unter Beihilfeergänzungstarif: was er zahlt, was nicht.

Brille: nur die Gläser

Beihilfefähig sind entspiegelte Gläser bis zu festen Beträgen, etwa 31 Euro für ein sphärisches Einstärkenglas bis 6 Dioptrien und 72 Euro für ein sphärisches Mehrstärkenglas. Die Fassung zählt nicht. Neue Gläser bei gleicher Sehstärke gibt es frühestens nach drei Jahren (Anlage 3 Nr. 11 HBeihVO). Bei 50 Prozent bleiben von einem einfachen Glas 15,50 Euro Beihilfe.

Keine Kosten­dämpfungs­pauschale

Eine jährliche Kostendämpfungspauschale wie in Baden-Württemberg kennt die HBeihVO nicht. Abgezogen werden nur die Beträge oben: 4,50 Euro je Arzneimittel, 10 Euro je Fahrt und 16 Euro je Tag im Zweibettzimmer.

Ruhestand und Pflege

Als Versorgungsempfänger steigt Dein Satz um 10 Punkte (§ 15 Abs. 4 HBeihVO). Aus 55 Prozent als verheirateter Beamter werden 65 Prozent, als Lediger 60. Witwen und Witwer bekommen weitere 5 Punkte. Dein Restkostentarif kann dann sinken; das lässt sich schon im Vertrag so vereinbaren (§ 199 Abs. 1 VVG). Pensionäre stellen ihre Anträge beim Regierungspräsidium Kassel (§ 17 Abs. 5 Nr. 3 HBeihVO).

Für Pflege gelten eigene Sätze, wie im Bund: 50 Prozent für aktive Beamte, 70 ab zwei Kindern, 70 für Versorgungsempfänger und Ehepartner, 80 für Kinder (§ 15 Abs. 10 HBeihVO). Den Rest deckt die private Pflegepflichtversicherung, die für Dich als Beihilfeberechtigten anteilig Pflicht ist (§ 23 Abs. 3 SGB XI).

Freiwillig gesetzlich versichert in Hessen

Eine pauschale Beihilfe, also einen festen Zuschuss zum Kassenbeitrag, gibt es in Hessen nicht. Weder § 80 HBG noch die HBeihVO sehen sie vor. Stattdessen gilt die Sachleistungsbeihilfe: Wer freiwillig gesetzlich versichert ist und keinen Beitragszuschuss bekommt, erhält Beihilfe zum Geldwert der Leistungen, die seine Kasse erbracht hat, abzüglich der Zuzahlungen (§ 5 Abs. 5 HBeihVO). Der Satz beträgt 50 Prozent (§ 15 Abs. 3 HBeihVO), gedeckelt auf die Beiträge der letzten zwölf Monate.

Für Dich heißt das: Die Hälfte des Beitrags kommt nur zurück, wenn Deine Kasse ungefähr so viel für Dich ausgegeben hat, wie Du eingezahlt hast. Bei gesunden Berufseinsteigern ist das selten. Freiwillig in die Kasse kommt ohnehin nur, wer die Vorversicherungszeit nach § 9 SGB V erfüllt. Wie die anderen Länder das lösen, steht unter Pauschale Beihilfe: welche Länder sie zahlen.

Wer Anspruch auf unentgeltliche Heilfürsorge hat, bekommt für sich selbst keine Beihilfe (§ 5 Abs. 6 Nr. 5 HBeihVO). Ob das für Dich gilt, sagt Dir Deine Dienststelle.

Beihilfe in Hessen beantragen

Beihilfe gibt es nur auf Antrag mit dem Formblatt der Festsetzungsstelle, schriftlich oder elektronisch, soweit Deine Stelle das zulässt (§ 17 Abs. 1 und 1a HBeihVO). Drei Zahlen solltest Du kennen:

  • Ein Jahr hast Du Zeit, gerechnet ab Behandlung oder erster Rechnung. Danach ist der Anspruch weg (§ 17 Abs. 9 HBeihVO). Viele Länder lassen zwei oder drei Jahre.
  • Mehr als 250 Euro müssen die Rechnungen in einem Antrag zusammen ausmachen. Kommst Du in zehn Monaten nicht darauf, genügen mehr als 25 Euro (§ 17 Abs. 2 HBeihVO).
  • Drei Jahre musst Du die Belege aufbewahren, wenn die Stelle sie digital erfasst und vernichtet (§ 17 Abs. 6 HBeihVO).

Krankenhausrechnungen kann die Klinik direkt abrechnen, wenn Du das vorher erklärt hast (§ 17 Abs. 4a HBeihVO).

Welche Absicherung zur hessischen Beihilfe passt

Beihilfekonform ist ein Tarif, wenn er zusammen mit Deinem Satz 100 Prozent ergibt. In Hessen sind das 50 Prozent für Ledige, 45 für Verheiratete und mit jedem Kind 5 Punkte weniger, bis hinunter auf 30. Im Krankenhaus reicht wegen der 15 Zusatzpunkte weniger. Mehr als die Rechnung erstatten Beihilfe und Versicherung zusammen nie (§ 200 VVG). Ein Tarif, der stationär Deinen ambulanten Anteil abbildet, zahlt also teils für Kosten, die schon gedeckt sind.

Weil sich der Satz mit jeder Heirat und jedem Kind ändert, ändert sich auch der passende Tarif. Steigt Dein Satz, senkst Du den Anteil. Sinkt er, etwa wenn ein Kind aus dem Familienzuschlag fällt, kannst Du binnen sechs Monaten ohne neue Gesundheitsprüfung aufstocken (§ 199 Abs. 2 VVG).

Für Anwärter ist das der wichtigste Punkt: Mit 70 Prozent im Vorbereitungsdienst reicht ein Tarif über 30 Prozent. Mit der Ernennung auf Probe fällt der Satz auf 50 oder 55 Prozent, und der Tarif muss mitwachsen. Was im Vorbereitungsdienst sonst wichtig ist, steht unter Krankenversicherung im Referendariat.

Vor dem Vertrag steht eine Gesundheitsprüfung. Vorerkrankungen können zu einem Zuschlag, einem Leistungsausschluss oder im Einzelfall zur Ablehnung führen. Nach den Musterbedingungen gilt eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten und eine besondere von acht Monaten, unter anderem für Entbindung, Psychotherapie und Zahnersatz (§ 3 MB/KK 2009); einzelne Tarife verkürzen sie.

Für Beamtenanfänger mit Vorerkrankungen gibt es die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer. Wer innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung einen Antrag stellt, wird bei den teilnehmenden Versicherern nicht aus Risikogründen abgelehnt, bekommt keine Leistungsausschlüsse und höchstens 30 Prozent Zuschlag. Nicht jeder Versicherer nimmt teil, auch der nicht, den ich vermittle. Für Beihilfeergänzungstarife gelten die Erleichterungen nicht.

Ich vermittle ausschließlich die HanseMerkur, für Beamte die Linien Be Fit Smart und Be Fit Best. Was sie leisten und kosten, steht unter private Krankenversicherung für Beamte. Für den Vorbereitungsdienst gibt es HanseMerkur für Beamtenanwärter und Referendare.

Was Du in Hessen wann tun musst

WannWas
Vor der ErnennungGesundheitsfragen vorbereiten: Arztbesuche und Behandlungen der letzten Jahre zusammentragen. Die Öffnungsaktion läuft sechs Monate ab der erstmaligen Verbeamtung
Ab dem ersten DiensttagRestkostentarif zu Deinem Satz abschließen, dazu die anteilige Pflegepflichtversicherung
Binnen drei MonatenEntscheiden, ob Du die Wahlleistungen gegen 18,90 Euro im Monat erklärst (§ 6a HBeihVO). Danach ist die Frist bis zum nächsten Anlass zu
Bei Heirat und GeburtSatz neu prüfen, Familienzuschlag beantragen, Tarifanteil anpassen
Bei der Ernennung auf ProbeAls Anwärter fällt der Satz von 70 auf 50 oder 55 Prozent: binnen sechs Monaten aufstocken (§ 199 Abs. 2 VVG). Die drei Monate für die Wahlleistungen beginnen neu
LaufendRechnungen sammeln, ab 250 Euro einreichen, spätestens ein Jahr nach der Rechnung
Mit der PensionierungSatz steigt um 10 Punkte, Tarif senken. Anträge gehen ans Regierungspräsidium Kassel

Was Beamte in Hessen zur Beihilfe wissen wollen

Wie viel Prozent Beihilfe bekomme ich in Hessen?

Ledig 50 Prozent, verheiratet 55 Prozent, je Kind 5 Punkte mehr bis höchstens 70 Prozent. Anwärter bekommen 70 Prozent, Versorgungsempfänger 10 Punkte mehr. Im Krankenhaus kommen 15 Punkte dazu, höchstens bis 85 Prozent (§ 15 HBeihVO).

Bekommen Ehepartner und Kinder in Hessen einen eigenen Satz?

Nein. In Hessen gilt der Satz des Beamten für die ganze Familie. Ein verheirateter Beamter mit zwei Kindern bekommt 65 Prozent, auch für die Rechnungen von Partner und Kindern (§ 15 Abs. 1 HBeihVO).

Zahlt die hessische Beihilfe Chefarzt und Zweibettzimmer?

Ja, wenn Du innerhalb von drei Monaten nach Ernennung, Umwandlung oder Versetzung erklärst, dass Du sie willst, und dafür 18,90 Euro im Monat zahlst. Beim Zweibettzimmer werden 16 Euro je Tag abgezogen (§ 6 Abs. 1 Nr. 6 und § 6a HBeihVO).

Gibt es in Hessen eine pauschale Beihilfe?

Nein. Für freiwillig gesetzlich Versicherte gibt es stattdessen die Sachleistungsbeihilfe: 50 Prozent des Werts der Kassenleistungen, höchstens bis zu den Beiträgen der letzten zwölf Monate (§ 5 Abs. 5 und § 15 Abs. 3 HBeihVO).

Wie viel darf mein Ehepartner verdienen?

Der Gesamtbetrag seiner Einkünfte im vorletzten Kalenderjahr darf das Zweifache des Grundfreibetrags nach § 32a EStG nicht übersteigen (§ 80 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 HBG).

Was zahlt die hessische Beihilfe bei der Brille?

Nur die Gläser bis zu Höchstbeträgen, etwa 31 Euro für ein einfaches Einstärkenglas, keine Fassung. Neue Gläser bei gleicher Sehstärke gibt es frühestens nach drei Jahren (Anlage 3 Nr. 11 HBeihVO).

Quellen und Fundstellen

7 Fundstellen
Ediz Catmaz

Ediz Catmaz

Zertifizierter PKV-Experte

Ich berate zur privaten Krankenversicherung und vermittle ausschließlich die private Krankenversicherung der HanseMerkur. Was ich schreibe, kannst Du nachprüfen – die Fundstelle steht immer daneben.

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Ediz Catmaz ist gebundener Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 7 GewO und vermittelt ausschließlich Produkte der HanseMerkur. Registernummer D-OAII-V220V-47.

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