| Für wen | Beihilfesatz in BW | Fundstelle |
|---|---|---|
| Beamte im aktiven Dienst, auch Anwärter | 50 % | § 61 Abs. 1 Nr. 1 BVO |
| Aktive Beamte mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern | 70 % | § 61 Abs. 1 Nr. 2 BVO |
| Versorgungsempfänger | 70 % | § 61 Abs. 1 Nr. 3 BVO |
| Ehe- und Lebenspartner, wenn berücksichtigungsfähig | 70 % | § 61 Abs. 1 Nr. 4 BVO |
| Berücksichtigungsfähige Kinder und Waisen | 80 % | § 61 Abs. 1 Nr. 6 BVO |
Zuständig ist für die meisten Landesbeamten das Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) in Fellbach. Wie Beihilfe und private Restkosten im Alltag ineinandergreifen, steht unter Beihilfe für Beamte: so zahlt die Beihilfe. Hier geht es um das, was in Baden-Württemberg anders läuft.
Der Beihilfesatz in Baden-Württemberg und wann er sich ändert
Maßgeblich ist der Tag, an dem die Leistung erbracht wird, also der Behandlungstag. Nicht das Datum der Rechnung (§ 5 Abs. 1 und § 61 Abs. 2 BVO).
Zwei Kinder. Sind zwei oder mehr Kinder berücksichtigungsfähig, steigt Dein eigener Satz von 50 auf 70 Prozent. Berücksichtigungsfähig ist ein Kind, solange es bei Dir im Familienzuschlag steht (§ 3 Abs. 1 BVO). Fällt eines von zwei Kindern weg, gehst Du nach Ablauf des Kalenderjahres zurück auf 50 Prozent.
Ab drei Kindern ist das anders. Wer drei oder mehr berücksichtigungsfähige Kinder hatte, behält die 70 Prozent dauerhaft, auch wenn die Kinder längst aus dem Haus sind (§ 61 Abs. 1 Satz 2 BVO). Eine der freundlichsten Regeln, die es in einer Landesbeihilfe gibt.
Sind beide Eltern Beamte des Landes, bekommen laut LBV beide 70 Prozent, wenn sie zusammen mehrere berücksichtigungsfähige Kinder haben. Die Beihilfe für die Kinder selbst geht an den Elternteil, der das Kindergeld bekommt (§ 4 Abs. 7 BVO).
Keine 70 Prozent in der Elternzeit. Beim Bund steigt der Satz in der Elternzeit (§ 46 Abs. 3 BBhV), § 61 BVO kennt diese Regel nicht. In der Elternzeit zahlt das Land keine Bezüge und damit keine Beihilfe. Du bekommst stattdessen Krankenfürsorge nach § 46 der Arbeitszeit- und Urlaubsverordnung, die sich an der Beihilfeverordnung orientiert. Die Rechnungen reichst Du genauso ein wie vorher.
Die Kostendämpfungspauschale in BW: Beträge 2026
Einmal im Jahr kürzt das Land Deine Beihilfe um einen festen Betrag. Das gilt für jedes Kalenderjahr, in dem Du überhaupt eine Rechnung einreichst, und zwar nach dem Rechnungsdatum (§ 78 Abs. 2a LBG, § 60 Abs. 1 BVO). Die Höhe hängt an Deiner Besoldungsgruppe:
| Stufe | Besoldungsgruppe | Aktive Beamte | Versorgungsempfänger |
|---|---|---|---|
| 1 | A 8 bis A 9 | 100 € | 85 € |
| 2 | A 10 bis A 11 | 115 € | 105 € |
| 3 | A 12, C 1 bis C 3 | 150 € | 125 € |
| 4 | A 13 bis A 14, R 1, W 1 | 180 € | 140 € |
| 5 | A 15 bis A 16, R 2, C 4, W 2 | 225 € | 175 € |
| 6 | B 1 bis B 2, W 3 | 275 € | 210 € |
| 7 | B 3 bis B 5, R 3 bis R 5 | 340 € | 240 € |
| 8 | B 6 bis B 8, R 6 bis R 8 | 400 € | 300 € |
| 9 | höhere Besoldungsgruppen | 480 € | 330 € |
Bis A 7 gibt es keine Pauschale. Im Vorbereitungsdienst zählt die Eingangsbesoldungsgruppe Deiner Laufbahn, und eine Beförderung im Laufe des Jahres ändert die Stufe nicht. Ausgenommen sind unter anderem Pflegeleistungen, die Geburtspauschale und die Wahlleistungspauschalen (§ 60 Abs. 2 BVO).
Für Dich heißt das ganz praktisch: Die ersten Euro jedes Jahres trägst Du selbst. Bei A 13 sind es 180 Euro Beihilfe, die Du nicht bekommst. Das ist wie die Grundgebühr beim Handyvertrag. Sie fällt an, sobald Du telefonierst, egal wie viel.
Die Ergänzungstarife, mit denen ich arbeite, ersetzen diese Pauschale ausdrücklich nicht. Ich würde mit ihr deshalb so rechnen wie mit einer kleinen Selbstbeteiligung, die der Dienstherr festlegt.
Was das Bundesverwaltungsgericht 2024 entschieden hat
Am 21. März 2024 hat das Bundesverwaltungsgericht die damalige Regelung gekippt (BVerwG, Urteil vom 21.03.2024, 5 C 5.22). Die Pauschale stand bis dahin nur in der Verordnung. Das Landesbeamtengesetz sprach lediglich von „zumutbaren Selbstbehalten", ohne Obergrenze und ohne Staffel nach Besoldungsgruppen. Das reichte dem Gericht als Grundlage nicht.
Das Land hat darauf reagiert und die Pauschale mit dem Haushaltsbegleitgesetz 2025/2026 vom 17. Dezember 2024 direkt ins Gesetz geschrieben, als neuen § 78 Abs. 2a LBG mit der Tabelle oben. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 (Art. 25 Abs. 2 des Gesetzes).
Ob für alte Jahre trotzdem noch etwas zu holen ist, ist eine Rechtsfrage. Dafür sind Deine Gewerkschaft, Dein Verband oder ein Anwalt die richtige Adresse, nicht ich.
Ehepartner und Kinder: die Grenze von 20.000 Euro
Dein Ehe- oder Lebenspartner bekommt 70 Prozent, wenn seine Einkünfte in mindestens einem der beiden Kalenderjahre vor dem Antrag 20.000 Euro nicht übersteigen (§ 78 Abs. 1a LBG, Hinweise des LBV). Gemeint ist der Gesamtbetrag der Einkünfte aus dem Steuerrecht, also nach Abzug etwa der Werbungskosten, plus Kapitalerträge und ausländische Einkünfte.
Die Regel mit den zwei Jahren ist großzügiger, als sie klingt. Hatte Dein Partner im vorletzten Jahr wegen Elternzeit wenig Einkommen, reicht das für einen Antrag in diesem Jahr, auch wenn das letzte Jahr schon wieder darüber lag. Ich würde die Rechnung trotzdem vor dem Wiedereinstieg machen.
Kinder bekommen 80 Prozent, solange sie bei Dir im Familienzuschlag stehen, und bleiben bis zum Ende des Kalenderjahres berücksichtigungsfähig, in dem das endet (§ 3 Abs. 2 BVO). Privat versichert wird das Kind mit 20 Prozent Restkosten.
Zahnersatz in BW: Labor 70 Prozent, Implantate seit 2026 75 Prozent
Die Beihilfeverordnung vom 23. Oktober 2025 hat die alte Fassung von 1995 zum 1. Januar 2026 abgelöst (§ 67 BVO). Neue Paragrafen, neue Reihenfolge. Beim Labor gab es schon vorher eine Grenze bei 70 Prozent. Neu ist der Abschlag bei Implantaten, dafür fällt die alte Grenze von zwei Implantaten je Kieferhälfte weg. Die Stellen, an denen beim Zahnarzt und daneben etwas offen bleibt:
| Leistung | Regel in BW seit 2026 | Fundstelle |
|---|---|---|
| Material, Labor und Auslagen beim Zahnarzt | zu 70 % beihilfefähig | § 11 Abs. 5 BVO |
| Implantologische Leistungen (Abschnitt K GOZ) | zu 75 % beihilfefähig | § 11 Abs. 4 BVO |
| Kieferorthopädie | nur bei Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag, Ausnahmen bei schweren Kieferanomalien | § 11 Abs. 2 BVO |
| Zahnleistungen auf Verlangen (§ 2 Abs. 3 GOZ) | nicht beihilfefähig | § 11 Abs. 3 BVO |
| Heilpraktiker | beihilfefähig bis zu den Höchstbeträgen der Anlage 1 | § 15 BVO |
Für Kinder unter 18 und für eine Kieferorthopädie, die vor dem 18. Geburtstag begonnen hat, gelten die Kürzungen beim Zahn nicht (§ 11 Abs. 6 BVO). Bei bestimmten medizinischen Gründen, etwa nach einer Tumoroperation, entfällt die Kürzung bei Implantaten (§ 11 Abs. 7 BVO).
Durchgerechnet sieht das so aus. Kostet das Labor für eine Brücke 3.000 Euro, erkennt die Beihilfe 2.100 Euro an und zahlt bei 50 Prozent davon 1.050 Euro. Ohne die Kürzung wären es 1.500 Euro. Zahlt Dein Tarif seine 50 Prozent der Rechnung, bleiben 450 Euro bei Dir. Bei einem Implantat mit 2.000 Euro Zahnarzthonorar sind es auf dieselbe Weise 250 Euro.
Genau für diese Lücken gibt es Beihilfeergänzungstarife. Was sie zahlen und wo ihre Grenzen liegen, steht unter Beihilfeergänzungstarif: was er zahlt, was nicht. Ein Punkt gehört dazu: Beim Zahnersatz gelten in den ersten Versicherungsjahren meist niedrige Höchstbeträge. In den Bedingungen, mit denen ich arbeite, sind es 520 Euro im Jahr bis zum dritten Versicherungsjahr.
Chefarzt und Zweibettzimmer: 22 Euro im Monat und eine Frist
Wahlleistungen im Krankenhaus zahlt die Beihilfe in Baden-Württemberg nur, wenn Du dafür einen eigenen Beitrag leistest: 22 Euro im Monat, einbehalten von den Bezügen (§ 29 Abs. 5 BVO). Dann sind Chefarzt und Zweibettzimmer beihilfefähig, das Zweibettzimmer bis zu dessen Entgelt.
Der Haken ist die Frist. Erklären musst Du das innerhalb einer Ausschlussfrist von fünf Monaten gegenüber dem LBV, schriftlich oder über das Kundenportal (§ 29 Abs. 3 BVO). Die Frist beginnt mit dem Beamtenverhältnis, also etwa mit der Einstellung als Anwärter. Sie beginnt neu, wenn das Beamtenverhältnis umgewandelt wird, zum Beispiel von Widerruf auf Probe. Beim Eintritt in den Ruhestand gibt es keine neue Wahl.
Verpasst Du die fünf Monate, gibt es keine Beihilfe zu Wahlleistungen. Wer sie dann haben will, versichert sie zu 100 Prozent privat statt zu 50. Abmelden kannst Du Dich dagegen jederzeit für die Zukunft (§ 29 Abs. 4 BVO).
Zahlst Du die 22 Euro und verzichtest im Krankenhaus auf den Chefarzt, gibt es eine Pauschale: 22 Euro je Tag für die wahlärztliche Leistung, 11 Euro je Tag fürs nicht genutzte Zweibettzimmer (§ 29 Abs. 2 BVO).
Lohnt sich das? 264 Euro im Jahr sind kein Pappenstiel. Ich würde die Erklärung trotzdem in den ersten Wochen abgeben, weil sie sich später nur bei einem neuen Beamtenverhältnis nachholen lässt und eine private Absicherung zu 100 Prozent mit jedem Lebensjahr teurer wird.
Pauschale Beihilfe in BW: seit 2023 möglich
Seit dem 1. Januar 2023 kannst Du statt der klassischen Beihilfe eine pauschale Beihilfe wählen (§ 78a LBG). Dann zahlt das Land monatlich einen Zuschuss zu Deinem Krankenversicherungsbeitrag, bei gesetzlich Versicherten die Hälfte des Beitrags. Bei privater Vollversicherung höchstens die Hälfte des Basistarifs, 2026 sind das 508,59 Euro im Monat (Merkblatt LBV 375a).
Die Entscheidung ist unwiderruflich.
Auch hier gilt eine Ausschlussfrist von fünf Monaten ab Einstellung oder Umwandlung des Beamtenverhältnisses, nicht ab der Ernennung auf Lebenszeit. Mit der Pauschale reichst Du keine Rechnungen mehr bei der Beihilfe ein, auch nicht für Ehepartner und Kinder, und Wahlleistungen gegen 22 Euro sind ausgeschlossen.
Gedacht ist sie für Beamte, die freiwillig gesetzlich versichert bleiben. Ohne Pauschale zahlt die Beihilfe nur auf das, was die Kasse nicht als Sachleistung trägt, und den Beitrag trägst Du allein. Für privat Versicherte ist sie selten sinnvoll. Welche Länder sie sonst anbieten, steht unter Pauschale Beihilfe: welche Länder sie zahlen.
Anwärter und Referendare in Baden-Württemberg
Im Vorbereitungsdienst bist Du beihilfeberechtigt, solange Du Anwärterbezüge bekommst (§ 2 Abs. 3 BVO), mit 50 Prozent wie alle anderen. Die Kostendämpfungspauschale richtet sich nach dem Eingangsamt Deiner Laufbahn. Liegt es bei A 13, sind es 180 Euro im Jahr.
Anders als in Hamburg sind Kronen und Brücken im Vorbereitungsdienst nicht ausgeschlossen. Es gelten die normalen Regeln mit Labor zu 70 Prozent.
Wichtiger sind die beiden Fristen. Die fünf Monate für die Wahlleistungen und die fünf Monate für die pauschale Beihilfe laufen ab Deinem ersten Tag als Anwärter. Mit der Übernahme auf Probe beginnen sie neu. Mehr zur Absicherung in dieser Zeit steht unter Krankenversicherung im Referendariat.
Beihilfe BW beantragen: Kundenportal, App und Frist
Beihilfe gibt es nur auf Antrag (§ 64 BVO). Für die meisten Landesbeamten läuft das über das LBV:
| Was | Regel in Baden-Württemberg |
|---|---|
| Frist | bis Ende des zweiten Kalenderjahres nach Entstehen der Kosten, also Kosten aus 2026 bis 31.12.2028 (§ 64 Abs. 12 BVO) |
| Form | Vordruck LBV 301, beim ersten Antrag mit LBV 301 ANLAGE, oder elektronisch über das Kundenportal |
| App | „Beihilfe BW", nachdem der erste Antrag gestellt ist |
| Belege | Kopien genügen, das LBV gibt sie nicht zurück |
| Vorher genehmigen lassen | unter anderem Psychotherapie, Kuren, Rehabilitation ab 30 Tagen, Augenlaser |
Beim ersten Antrag will das LBV den Nachweis Deiner Krankenversicherung sehen. Wer die Frist versäumt, verliert den Anspruch.
Für Polizei und andere Heilfürsorgeberechtigte gilt etwas anderes. Solange Heilfürsorge besteht, tritt die Beihilfe zurück (§ 7 Abs. 1 BVO). Sie beginnt dort meist erst mit dem Ruhestand.
Welche Absicherung zur Beihilfe in Baden-Württemberg passt
Beihilfekonform heißt ein Tarif, wenn er zusammen mit Deinem Beihilfesatz in der Regel 100 Prozent ergibt: 50 Prozent im aktiven Dienst, 30 Prozent mit zwei Kindern und im Ruhestand, 20 für Kinder. Dazu kommt die anteilige Pflegeversicherung, die Pflicht ist (§ 23 Abs. 3 SGB XI). Wechselst Du in den Ruhestand, passt der Versicherer den Schutz auf 30 Prozent an. Stellst Du den Antrag innerhalb von sechs Monaten, geht das ohne neue Risikoprüfung (§ 199 Abs. 2 VVG).
Vor dem Vertrag steht eine Gesundheitsprüfung. Vorerkrankungen können zu einem Zuschlag, einem Leistungsausschluss oder im Einzelfall zur Ablehnung führen. Nach den Musterbedingungen gilt eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten und eine besondere von acht Monaten, unter anderem für Entbindung, Psychotherapie und Zahnersatz (§ 3 MB/KK 2009); einzelne Tarife verkürzen sie.
Für Beamtenanfänger mit Vorerkrankungen gibt es die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer. Wer innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung einen Antrag stellt, wird bei den teilnehmenden Versicherern nicht aus Risikogründen abgelehnt, bekommt keine Leistungsausschlüsse und höchstens 30 Prozent Zuschlag. Nicht jeder Versicherer nimmt teil, auch der nicht, den ich vermittle. Für Beihilfeergänzungstarife gelten die Erleichterungen nicht.
In Baden-Württemberg würde ich drei Dinge zusammen denken: die 22 Euro für Wahlleistungen, einen Restkostentarif zu Deinem Satz und einen Ergänzungsbaustein für Zahnlabor und Implantate. Die Kostendämpfungspauschale bleibt in jedem Fall bei Dir.
Ich vermittle ausschließlich die HanseMerkur, für Beamte die Linien Be Fit Smart und Be Fit Best. Was sie leisten und kosten, steht unter private Krankenversicherung für Beamte. Für den Vorbereitungsdienst gibt es HanseMerkur für Beamtenanwärter und Referendare.
Kurz zusammengefasst
Die Beihilfe in Baden-Württemberg zahlt 50, 70 oder 80 Prozent und zieht jedes Jahr eine Kostendämpfungspauschale von 100 bis 480 Euro ab, die Dir kein Tarif ersetzt. Beim Zahnlabor erkennt sie nur 70 Prozent an, seit 2026 bei Implantaten nur 75 Prozent, Chefarzt und Zweibettzimmer gibt es nur gegen 22 Euro im Monat und nur, wenn Du Dich innerhalb von fünf Monaten meldest. Wer frisch verbeamtet ist, sollte deshalb zuerst die beiden Fristen sichern und dann den Tarif nach diesen Lücken auswählen.
Kurz beantwortet: Beihilfe in Baden-Württemberg
Wie hoch ist der Beihilfesatz in Baden-Württemberg?
50 Prozent im aktiven Dienst, 70 Prozent mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern und im Ruhestand, 70 Prozent für den berücksichtigungsfähigen Ehepartner, 80 Prozent für Kinder (§ 61 BVO). Ab drei Kindern bleiben die 70 Prozent dauerhaft.
Wie hoch ist die Kostendämpfungspauschale in BW?
Zwischen 100 Euro (A 8 bis A 9) und 480 Euro im Jahr für aktive Beamte, im Ruhestand 85 bis 330 Euro. Bis A 7 entfällt sie. Grundlage ist seit Dezember 2024 § 78 Abs. 2a LBG.
Zahlt die Beihilfe in BW Chefarzt und Zweibettzimmer?
Ja, wenn Du innerhalb von fünf Monaten nach Beginn des Beamtenverhältnisses erklärst, dass Du Wahlleistungen willst, und dafür 22 Euro im Monat zahlst (§ 29 BVO).
Was hat sich zum 1. Januar 2026 geändert?
Die Beihilfeverordnung ist neu gefasst. Implantologische Leistungen sind bei Erwachsenen nur noch zu 75 Prozent beihilfefähig, dafür ohne die alte Grenze von zwei Implantaten je Kieferhälfte. Material und Labor bleiben bei 70 Prozent (§ 11 BVO).
Wie viel darf mein Ehepartner verdienen?
Seine Einkünfte dürfen in mindestens einem der beiden Kalenderjahre vor dem Antrag 20.000 Euro nicht übersteigen (§ 78 Abs. 1a LBG).
Bis wann muss ich die Beihilfe in BW beantragen?
Bis zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Jahr, in dem die Kosten entstanden sind (§ 64 Abs. 12 BVO). Kosten aus 2026 also bis zum 31. Dezember 2028.
Quellen und Fundstellen
16 Fundstellen
- Beihilfeverordnung Baden-Württemberg, Textfassung mit Änderung vom 27. Mai 2026, LBV, gilt seit 01.01.2026: § 2 bis § 7, § 11, § 15, § 29, § 60, § 61, § 64, § 67, abgerufen 06.10.2026
- Beihilfeverordnung vom 23. Oktober 2025, GBl. 2025 Nr. 104, abgerufen 06.10.2026
- Haushaltsbegleitgesetz 2025/2026 vom 17. Dezember 2024, GBl. 2024 Nr. 114: Art. 10 bis 12 (§ 78 Abs. 2a LBG), Art. 25 Inkrafttreten, abgerufen 06.10.2026
- LBV: Kostendämpfungspauschale, Stand 18.12.2025
- LBV: Bemessungssatz, Stand 31.03.2026
- LBV: Ehegattin, Ehegatte, Lebenspartner, Stand 07.04.2026
- LBV: Antrag und Frist, Stand 18.12.2025
- LBV: Beihilfeberechtigung, Elternzeit, Stand 07.04.2026
- LBV 300: Merkblatt zur Beihilfe für neu eingestellte Beamtinnen und Beamte, Stand 01/26
- LBV 375a: Informationen zur pauschalen Beihilfe, Stand 01/26
- BVerwG, Urteil vom 21.03.2024, 5 C 5.22: Kostendämpfungspauschale ohne ausreichende gesetzliche Grundlage
- § 46 BBhV: Bemessung der Beihilfe beim Bund, abgerufen 25.09.2026
- § 199 VVG: Beihilfeempfänger, abgerufen 25.09.2026
- § 23 SGB XI: Pflegeversicherung für Beihilfeberechtigte, abgerufen 25.09.2026
- PKV-Verband: Erleichterte Aufnahme in die Private Krankenversicherung für Beamte, Stand Januar 2026
- Musterbedingungen 2009 für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009), § 3 Wartezeiten
Ediz Catmaz
Zertifizierter PKV-Experte
Ich berate zur privaten Krankenversicherung und vermittle ausschließlich die private Krankenversicherung der HanseMerkur. Was ich schreibe, kannst Du nachprüfen – die Fundstelle steht immer daneben.
Mehr über michEdiz Catmaz ist gebundener Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 7 GewO und vermittelt ausschließlich Produkte der HanseMerkur. Registernummer D-OAII-V220V-47.
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