| Für wen | Beihilfesatz NRW | Fundstelle |
|---|---|---|
| Beamte im aktiven Dienst, auch Anwärter | 50 % | § 12 Abs. 1 Satz 3 Buchst. a BVO NRW |
| Aktive Beamte mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern | 70 % | § 12 Abs. 1 Satz 4 BVO NRW |
| Versorgungsempfänger, ausgenommen Waisen | 70 % | § 12 Abs. 1 Satz 3 Buchst. b BVO NRW |
| Ehe- und Lebenspartner, wenn berücksichtigungsfähig | 70 % | § 12 Abs. 1 Satz 3 Buchst. c BVO NRW |
| Berücksichtigungsfähige Kinder und Waisen | 80 % | § 12 Abs. 1 Satz 3 Buchst. d BVO NRW |
Grundlage ist die Beihilfenverordnung NRW in der Fassung ab 4. August 2026 und § 75 des Landesbeamtengesetzes. Wie Beihilfe und Restkosten im Alltag zusammenspielen, steht unter Beihilfe für Beamte: so zahlt die Beihilfe. Hier geht es um das, was in Nordrhein-Westfalen anders ist.
Der Beihilfesatz in NRW und seine Sonderfälle
Maßgeblich ist der Satz am Tag der Behandlung, nicht der am Tag der Rechnung (§ 12 Abs. 1 Satz 2 BVO NRW).
Zwei Kinder, zwei verbeamtete Eltern. Sind zwei oder mehr Kinder berücksichtigungsfähig, steigt Dein Satz von 50 auf 70 Prozent. Sind aber beide Eltern beihilfeberechtigt, bekommt die 70 Prozent nur einer von beiden, und zwar der, der die Kinderanteile im Familienzuschlag bezieht. Das gilt ausdrücklich auch dann, wenn einer nach Landesrecht und der andere nach Bundesrecht Beihilfe bekommt (§ 12 Abs. 1 Satz 4 und 5 BVO NRW).
Für ein Beamtenpaar mit zwei Kindern heißt das: einmal 70 Prozent, einmal 50. Wer beide Verträge auf 30 Prozent Restkosten umstellt, hat bei einem von beiden eine Lücke von 20 Prozentpunkten. Wer den Familienzuschlag bezieht, ist deshalb keine Formalie der Gehaltsabrechnung.
Keine 70 Prozent in der Elternzeit. Beim Bund steigt der Satz während der Elternzeit auf 70 Prozent. § 12 BVO NRW kennt diese Regel nicht, und auch das Merkblatt des Landesamts für Besoldung und Versorgung (LBV) führt sie nicht auf. Wer vom Bund nach NRW wechselt, sollte das wissen.
Ruhestand. Als Versorgungsempfänger bekommst Du 70 Prozent, privat versichert bleiben dann noch 30.
Ausschluss trotz Versicherung. Schließt ein Versicherer Dich trotz ausreichender und rechtzeitiger Versicherung für bestimmte Krankheiten von den Leistungen aus, erhöht sich Dein Satz für genau diese Aufwendungen um 20 Prozentpunkte, höchstens auf 90 Prozent (§ 12 Abs. 3 BVO NRW).
Eine Grenze gehört auch hierher: Keine Beihilfe gibt es nach § 1 Abs. 3 BVO NRW grundsätzlich bei einer Beschäftigung von weniger als einem Jahr und bei einer Arbeitszeit, die im Durchschnitt unter der Hälfte einer Vollzeitstelle liegt. Wer so wenig Teilzeit plant, klärt die Folgen vorher mit der Beihilfestelle.
Beihilfe für Ehepartner und Kinder in NRW
Dein Ehe- oder Lebenspartner bekommt 70 Prozent, aber nur, wenn seine Einkünfte eine Grenze nicht übersteigen. Im Gesetz stehen 20.000 Euro, angepasst jedes Jahr im Verhältnis des Rentenwerts West (§ 75 Abs. 2 LBG NRW, § 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b BVO NRW). Das LBV nennt die aktuellen Werte:
| Aufwendungen entstanden in | maßgeblich sind die Einkünfte aus | Grenze |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | 23.001 € |
| 2026 | 2025 | 23.861 € |
Nachgewiesen wird das mit dem vollständigen Steuerbescheid. Und NRW schaut auf das Vorjahr, der Bund auf das zweite Jahr vor dem Antrag. Für eine Behandlung im Jahr 2026 zählt in NRW also, was Dein Partner 2025 verdient hat.
Liegt Dein Partner über der Grenze, bekommt er keine Beihilfe und braucht eigenen, vollen Schutz. Das ist die Stelle, an der ich in Familiengesprächen am häufigsten nachrechne, weil eine Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit die Grenze schnell überschreitet.
Kinder bekommen 80 Prozent, solange sie im Familienzuschlag berücksichtigt oder berücksichtigungsfähig sind. Sind beide Eltern beihilfeberechtigt, zahlt die Beihilfe für das Kind nur an den, der den Kinderanteil im Familienzuschlag erhält (§ 2 Abs. 2 BVO NRW). Privat versichert wird das Kind mit 20 Prozent Restkosten.
Kostendämpfungspauschale NRW: seit 2022 abgeschafft
Die Kostendämpfungspauschale war lange die auffälligste Besonderheit des nordrhein-westfälischen Beihilferechts: ein nach Besoldungsgruppe gestaffelter Betrag, der einmal im Jahr von der Beihilfe abging. § 12a BVO NRW sagt heute in einem Satz, dass sie ab dem Kalenderjahr 2022 nicht mehr erhoben wird. Geändert hat das Artikel 5 des Gesetzes vom 25. März 2022, rückwirkend zum 1. Januar 2022.
Trotzdem steht sie noch auf vielen Seiten. Die Frage danach höre ich von Beamten aus NRW bis heute, meist mit einer Zahl aus einem alten Artikel im Kopf. Wo Du von einigen hundert Euro im Jahr liest, ist der Text älter als 2022.
Geblieben ist ein kleiner Rest: Beamte der Besoldungsgruppen A 5 und A 6, die schon früher von der Pauschale ausgenommen waren, bekommen einen Zuschuss zu ihrem Krankenversicherungsbeitrag von 12,50 Euro im Monat (§ 12a Satz 2 BVO NRW, § 75 Abs. 6 LBG NRW).
Was sich an der BVO NRW 2026 geändert hat
An den Sätzen nichts. Laut LBV gilt seit dem 1. Januar 2026 die 18. Änderungsverordnung: Reha ohne amtsärztliche Untersuchung und mit einheitlich 200 Euro Fahrtkostenzuschuss, ein Folge-Hörgerät nach fünf Jahren ohne ärztliche Verordnung, und Heilmittel wie Krankengymnastik richten sich grundsätzlich nach den Höchstbeträgen der gesetzlichen Kassen (Anlage 5). Die Änderung vom 21. Juli 2026, in Kraft seit dem 4. August, passt nur einen Verweis auf das Hochschulgesetz an.
Was die Beihilfe in NRW nicht zahlt: die Eigenanteile
Beihilfe zahlt einen Prozentsatz der beihilfefähigen Aufwendungen. Nicht Deiner Rechnung. Wo die Verordnung etwas abzieht oder deckelt, bleibt ein Rest. In NRW sitzt er hier:
| Leistung | Regel in NRW | Fundstelle |
|---|---|---|
| Chefarztbehandlung im Krankenhaus | beihilfefähig, abzüglich 10 € je Tag, höchstens 20 Tage im Jahr | § 75 Abs. 5 LBG, § 4 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b BVO NRW |
| Zweibettzimmer | beihilfefähig bis zum niedrigsten Zweibettzimmersatz der Fachabteilung, abzüglich 15 € je Tag, höchstens 20 Tage | ebenda |
| Klinik ohne Kassenzulassung | nur bis zu den Kosten der nächstgelegenen Uniklinik, abzüglich 25 € je Tag, höchstens 20 Tage | ebenda |
| Material- und Laborkosten beim Zahnersatz | zu 70 % beihilfefähig | § 4 Abs. 2 Buchst. c BVO NRW |
| Implantate außerhalb besonderer Indikationen | pauschal bis 1.000 € je Implantat, höchstens zehn | § 4 Abs. 2 Buchst. b BVO NRW |
| Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel | für Erwachsene nicht beihilfefähig | § 4 Abs. 1 Nr. 7 BVO NRW |
| Betrieb und Pflege von Hilfsmitteln, etwa Hörgerätebatterien | ab 18 nur, was 100 € im Jahr übersteigt | § 4 Abs. 1 Nr. 10 BVO NRW |
Die Abzüge im Krankenhaus sind gedeckelt: zusammen höchstens 500 Euro im Kalenderjahr, für Dich und jeden berücksichtigungsfähigen Angehörigen gesondert.
Die gute Nachricht steht in der ersten Zeile. Chefarzt und Zweibettzimmer sind in NRW beihilfefähig, das Land zieht nur einen Tagesbetrag ab. Wer seinen Restkostentarif ohne Wahlleistungen abschließt, verschenkt also etwas, das die Beihilfe zur Hälfte mitträgt. Ich würde das in NRW nicht tun.
Rechnen wir es durch. Zehn Tage Krankenhaus mit Chefarzt und Zweibettzimmer: Die Beihilfestelle zieht 10 mal 25 Euro, also 250 Euro, von den beihilfefähigen Kosten ab. Bei 50 Prozent Beihilfe fehlen Dir damit 125 Euro. Erstattet Dein Tarif seinen Anteil von der vollen Rechnung, bleiben genau diese 125 Euro bei Dir.
Beim Zahnersatz ist der Mechanismus derselbe, nur größer. Kostet das Labor 3.000 Euro, erkennt die Beihilfe 2.100 Euro an und zahlt davon die Hälfte, 1.050 Euro. Ohne die Kürzung wären es 1.500 Euro gewesen. Dass im Zahnersatz nur 70 Prozent der Laborkosten beihilfefähig sind, merken die meisten erst beim ersten Heil- und Kostenplan. Genau dort setzen Beihilfeergänzungstarife an; was sie übernehmen und was nicht, steht unter Beihilfeergänzungstarif: was er zahlt, was nicht.
Mehr als die Aufwendungen erstatten Beihilfe und Versicherung zusammen nicht (§ 12 Abs. 6 BVO NRW). Ein Krankenhaustagegeld bis 100 Euro am Tag wird dabei aber nicht angerechnet.
Die Belastungsgrenze: 2 Prozent Deiner Bezüge
Die Belastungsgrenze liegt bei 2 Prozent Deiner Jahresdienst- oder Versorgungsbezüge (§ 75 Abs. 8 LBG NRW). Eine niedrigere Grenze für chronisch Kranke, wie sie der Bund kennt, sieht das Landesrecht nicht vor.
Das funktioniert wie ein Kostendeckel beim Handyvertrag. Bis zu einer festen Summe zahlst Du mit, danach nicht mehr, egal wie viel noch dazukommt.
Welche Bezüge zählen, regelt § 15 Abs. 1 BVO NRW:
- maßgeblich sind die Bruttobezüge des Vorjahres; wer neu verbeamtet wird, dem rechnet die Beihilfestelle die ersten vollen Monatsbezüge auf den Rest des Jahres hoch
- außen vor bleiben variable Bestandteile, die kinderbezogenen Anteile im Familienzuschlag, Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus einer Zusatzversorgung
- ebenfalls außen vor: das Einkommen Deines Ehepartners und Deiner Kinder
Angerechnet werden die Abzüge im Krankenhaus und die Kürzung beim Zahnersatz, und zwar nur in Höhe Deines Bemessungssatzes. Ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament zählt nicht mit.
Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen: Hattest Du im Vorjahr 48.000 Euro Bruttobezüge, liegt Deine Grenze bei 960 Euro. Aus den zehn Krankenhaustagen oben zählen 125 Euro, aus dem Zahnersatz 450 Euro, zusammen 575 Euro. Kommt im selben Jahr weiterer Zahnersatz dazu, kann die Grenze erreicht sein. Dann zieht die Beihilfestelle für den Rest des Kalenderjahres keine weiteren Selbstbehalte mehr ab (§ 15 Abs. 2 BVO NRW). Die Grenze stellt sie selbst fest, die Bezüge holt sie sich bei der Stelle, die sie zahlt (§ 13 Abs. 10 BVO NRW).
Beihilfe NRW beantragen: App, Frist und Beihilfestelle
Beihilfe gibt es nur auf Antrag. Die Regeln stehen in § 13 BVO NRW, die praktischen Hinweise im Merkblatt des LBV:
| Was | Regel in NRW |
|---|---|
| Frist | 24 Monate nach Entstehen der Aufwendungen, spätestens 24 Monate nach der ersten Rechnung |
| Form | Formular der Beihilfestelle, Folgeanträge als Kurzantrag, oder die Beihilfe NRW App |
| Nicht zulässig | Antrag per E-Mail oder Fax |
| Belege | Kopien genügen, Originale kommen nicht zurück |
Zwei Jahre sind weniger, als viele denken, vor allem wenn sie vom Bund kommen, wo es drei sind. Am einfachsten reichst Du jede Rechnung am selben Tag bei der Beihilfe und bei Deinem Versicherer ein.
Die Beihilfe NRW App ist kostenlos und freiwillig, der Papierweg bleibt offen. Registriert wirst Du einmalig mit Deiner Beihilfenummer, den Bestätigungscode schickt das Land per Post. Über die App geht der Kurzantrag, für Schriftverkehr ist sie nicht gedacht. Die Belege bleiben bei Dir.
Welche Beihilfestelle zuständig ist, hängt an Deiner Dienststelle (§ 13 Abs. 1 BVO NRW): für viele Landesbeamte das LBV, sonst etwa die Bezirksregierung, das Oberlandesgericht oder für Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Förderschulen das Schulamt. Kommunalbeamte stellen den Antrag bei ihrem Dienstherrn (§ 16 BVO NRW).
Pauschale Beihilfe in NRW? Nicht vorgesehen
Mehrere Länder bieten eine pauschale Beihilfe an, einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag statt der Erstattung einzelner Rechnungen. Nordrhein-Westfalen gehört nicht dazu.
Das steht im Gesetz selbst. § 75 LBG NRW gewährt die Beihilfe als Ergänzung zu der aus den laufenden Bezügen zu bestreitenden Eigenvorsorge (Abs. 2) und als Prozentsatz der beihilfefähigen Aufwendungen (Abs. 7). Einen Zuschuss zum Beitrag kennt es nur für A 5 und A 6 (Abs. 6). Eine Wahl zwischen Beihilfe und Beitragszuschuss sieht das Gesetz in der Fassung vom 4. August 2026 nicht vor. Ob sie kommt, ist offen.
Freiwillig gesetzlich versichert bleiben kannst Du zwar. Dann zahlst Du den Beitrag aber allein, und für Sachleistungen der Kasse gibt es keine Beihilfe (§ 3 Abs. 3 BVO NRW). Für die meisten Beamten halte ich das für die teurere Lösung.
Welche Restkostenversicherung zur Beihilfe in NRW passt
Beihilfekonform heißt ein Tarif, wenn er zusammen mit Deinem Beihilfesatz in der Regel 100 Prozent ergibt. In NRW sind das im aktiven Dienst 50 Prozent, mit zwei Kindern beim Bezieher des Familienzuschlags 30, im Ruhestand 30, für Kinder 20. Dazu kommt eine anteilige, beihilfekonforme Pflegeversicherung, die Pflicht ist (§ 23 Abs. 3 SGB XI).
Für NRW würde ich auf drei Dinge achten:
- Wahlleistungen im Krankenhaus. Das Land trägt sie bis auf den Tagesabzug mit.
- Zahnersatz. Die 70-Prozent-Grenze beim Labor ist die größte planbare Lücke. Ob Du sie schließt, ist eine Rechnung, keine Glaubensfrage.
- Anpassung an den Satz. Ändert sich Dein Bemessungssatz, muss der Versicherer Deinen Schutz ohne Risikoprüfung und ohne Wartezeiten anpassen, wenn Du es innerhalb von sechs Monaten beantragst (§ 199 Abs. 2 VVG).
Vor dem Vertrag steht eine Gesundheitsprüfung. Vorerkrankungen können zu einem Risikozuschlag, einem Leistungsausschluss oder im Einzelfall zur Ablehnung führen. Nach den Musterbedingungen gilt eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten und eine besondere von acht Monaten, unter anderem für Entbindung, Psychotherapie und Zahnersatz (§ 3 MB/KK 2009); einzelne Tarife verkürzen sie.
Für Beamtenanfänger mit Vorerkrankungen gibt es die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer. Wer innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung einen Antrag stellt, wird bei den teilnehmenden Versicherern nicht aus Risikogründen abgelehnt, bekommt keine Leistungsausschlüsse und höchstens 30 Prozent Zuschlag. Nicht jeder Versicherer nimmt teil, auch der nicht, den ich vermittle. Für Beihilfeergänzungstarife gelten die Erleichterungen nicht.
Ich vermittle ausschließlich die HanseMerkur, für Beamte die Linien Be Fit Smart und Be Fit Best. Was sie leisten und kosten, steht unter private Krankenversicherung für Beamte. Wer noch im Vorbereitungsdienst ist, findet das Angebot für diese Zeit unter HanseMerkur für Beamtenanwärter und Referendare.
Checkliste: Verbeamtung in NRW
Wenn Deine Ernennung in NRW ansteht, würde ich in dieser Reihenfolge vorgehen:
- Status klären. Lehramtsanwärter sind in NRW Beamte auf Widerruf mit Beihilfe, Rechtsreferendare sind gesetzlich versichert. Mehr unter Krankenversicherung im Referendariat.
- Satz bestimmen. 50 Prozent, mit zwei Kindern 70, wenn Du den Kinderanteil im Familienzuschlag bekommst.
- Partner prüfen. Lagen seine Einkünfte im Vorjahr über 23.861 Euro, braucht er eigenen Schutz.
- Restkostentarif mit Wahlleistungen wählen, dazu die Pflegeversicherung, und entscheiden, ob Du die Lücke beim Zahnersatz schließt.
- Gesundheitsfragen ehrlich beantworten. Bei Vorerkrankungen läuft die Frist der Öffnungsaktion sechs Monate ab der erstmaligen Verbeamtung.
- Quotenbescheinigung einreichen. Das LBV braucht einen Nachweis, zu welchem Prozentsatz Du versichert bist.
Danach eine Gewohnheit, die sich über ein ganzes Beamtenleben auszahlt: Jede Änderung, die die Beihilfestelle interessiert, interessiert auch Deinen Versicherer. Zweites Kind, Kind fällt aus dem Familienzuschlag, Ruhestand. Das LBV nennt genau diese drei Anlässe selbst. Wenn Du bei einem davon unsicher bist, ruf mich an.
Was Beamte in NRW mich zur Beihilfe fragen
Wie hoch ist der Beihilfesatz in NRW?
50 Prozent im aktiven Dienst, 70 Prozent ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern und im Ruhestand, 70 Prozent für den berücksichtigungsfähigen Ehepartner, 80 Prozent für Kinder (§ 12 Abs. 1 BVO NRW).
Gibt es in NRW noch eine Kostendämpfungspauschale?
Nein, seit dem Kalenderjahr 2022 nicht mehr (§ 12a BVO NRW). A 5 und A 6 bekommen stattdessen 12,50 Euro im Monat Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag.
Wie hoch ist die Belastungsgrenze bei der Beihilfe in NRW?
2 Prozent der Jahresbruttobezüge aus dem Vorjahr (§ 75 Abs. 8 LBG NRW). Angerechnet werden die Abzüge im Krankenhaus und die Kürzung beim Zahnersatz, in Höhe Deines Bemessungssatzes.
Bis wann muss ich die Beihilfe in NRW beantragen?
Innerhalb von 24 Monaten nach Entstehen der Aufwendungen, spätestens 24 Monate nach der ersten Rechnung (§ 13 Abs. 3 BVO NRW). Per E-Mail oder Fax geht es nicht, per App schon.
Zahlt die Beihilfe in NRW Chefarzt und Zweibettzimmer?
Ja, abzüglich 10 Euro je Tag beim Chefarzt und 15 Euro je Tag beim Zweibettzimmer, jeweils höchstens für 20 Tage im Jahr (§ 75 Abs. 5 LBG NRW).
Kann ich in NRW die pauschale Beihilfe wählen?
Nein, das Landesbeamtengesetz sieht sie nicht vor. In den Ländern, die sie anbieten, ist die Wahl in der Regel endgültig, in Hamburg etwa unwiderruflich.
Quellen
- Beihilfenverordnung NRW (BVO NRW), Fassung gültig ab 4. August 2026: § 1, § 2, § 3, § 4, § 12, § 12a, § 13, § 15, § 16, abgerufen 26.09.2026
- Landesbeamtengesetz NRW (LBG NRW), Fassung gültig ab 4. August 2026: § 75 Beihilfen, abgerufen 26.09.2026
- LBV NRW: Merkblatt Beihilfeanspruch und Antragstellung, Stand 01/2026
- LBV NRW: Änderungen der Beihilfeverordnung zum 01.01.2026, abgerufen 26.09.2026
- LBV NRW: Beihilfe NRW App, abgerufen 26.09.2026
- § 199 VVG: Beihilfeempfänger, abgerufen 25.09.2026
- § 23 SGB XI: Pflegeversicherung für Beihilfeberechtigte, abgerufen 25.09.2026
- Hamburg: Merkblatt Pauschale Beihilfe, Stand Januar 2024
- PKV-Verband: Erleichterte Aufnahme in die Private Krankenversicherung für Beamte, Stand Januar 2026
- Musterbedingungen 2009 für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009), § 3 Wartezeiten
